Eine Fortsetzung kann auf zwei Arten scheitern: Sie sieht schlecht aus, oder sie sieht gut aus und ist trotzdem nicht Captain Future. Gegen das Zweite helfen Regeln, die vor jeder Einstellung feststehen.

Treu zum Original

Maßstab ist die deutsche Fassung – nicht das japanische Original und nicht die Romane. Figuren, Aussehen, Namen und Umgangston kommen von dort. Deshalb siezen alle den Captain. Und deshalb heißt Otto Otto, auch wenn er anderswo anders heißt.

Die Stimmen der deutschen Fassung

Entscheidend ist, wie sich jemand mitteilt: Tempo, Tonfall und Wortwahl. Grag spricht nicht wie Otto, Professor Simon Wright nicht wie Captain Future. Eine Zeile, die gut klingt, aber nicht nach der Figur, wird neu gemacht. Der Klang selbst wird auf heute gemastert.

Realfilm statt Zeichentrick

4K im Format 16:9, im Look eines Science-Fiction-Films der 70er: Kulissen, Licht, Farben und Kamera wie damals – aber in heutiger Bildqualität. Kein Zeichentrick-Filter, kein glatter Hochglanz.

Neue Geschichten

Ein eigenes Drehbuch statt eines Zusammenschnitts. Originaltöne kommen nur als Anker vor: als Bezugspunkt, an dem sich prüfen lässt, ob eine Figur richtig klingt.

Und wenn eine Regel wehtut?

Dann gilt sie trotzdem. Eine Einstellung, die großartig aussieht, aber gegen eine Leitlinie verstößt, fliegt raus. Wer eine Leitlinie anders sieht, kann das im Forum begründen – geändert wird sie nur dort, nicht still in der Produktion.